Robert Wise

Robert Wise war als Filmeditor bei RKO Pictures in Hollywood tätig, unter anderem für Orson Welles’ Citizen Kane und Der Glanz des Hauses Amberson. Ab Mitte der 1940er Jahre wurde er selbst mit ersten Regieaufträgen betraut. Durch die Filme The Curse of the Cat People und Der Leichendieb wurde er früh zu einem wichtigen Protagonisten des Horrorfilms. Ebenso leistete er Beiträge zum Film noir (Ring frei für Stoker Thompson, 1949) und zum Science-Fiction-Genre (Der Tag, an dem die Erde stillstand, 1951).

Bekanntheit erlangte Wise in den 1950er und 1960er Jahren mit dem Filmdrama Laßt mich leben, dem Filmmusical West Side Story und dem Horrorfilm Bis das Blut gefriert. Sein größter kommerzieller Erfolg war Meine Lieder – meine Träume aus dem Jahr 1965. Weitere Beiträge zum Science-Fiction-Genre lieferte Wise mit Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All (1971) sowie dem ersten Star-Trek-Kinofilm Star Trek: Der Film (1979).

1967 erhielt Robert Wise für sein Lebenswerk den Irving G. Thalberg Memorial Award der Academy of Motion Picture Arts and Sciences (AMPAS), nachdem er bereits 1962 für West Side Story und 1966 für Meine Lieder – meine Träume jeweils mit einem Oscar als Bester Regisseur ausgezeichnet worden war. 1998 erhielt Robert Wise vom American Film Institute den AFI Life Achievement Award, die höchste Auszeichnung für das Gesamtwerk eines Filmschaffenden.

Von 1971 bis 1975 war Wise Präsident der Directors Guild of America und von 1985 bis 1988 Präsident der AMPAS. In dieser Funktion nahm er 1987 die Auszeichnung für den Schauspieler Paul Newman entgegen, da dieser an der Zeremonie nicht teilnehmen konnte.

Wise verstarb am 14. September 2005 kurz nach seinem 91. Geburtstag an Herzversagen.